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Sensei Enoeda


 
     
  Sensei Enoeda in einer Kata                                                                     (verstorben 2003)

                                                     
Bildquelle:                 Keinosuke Enoeda
Shotokan Advanced Kata Volume 1
dragon books
                   
                                                                                                                                                                                     
 








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28.10.2023 Sensei Enoeda Teil 1
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Nachdem von den jüngeren Leuten kaum noch jemand Sensei Enoeda kennt und die Älteren oft auch nicht sehr viel wissen, hier ab heute immer mal wieder kleine Beiträge zu ihm.
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Er war u.a. lange Jahrzehnte Europa-Trainer und der Vorgesetzte von Sensei Ochi.
Er war weltweit berühmt und unglaublich beliebt.
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Am 29.3.2023 verstarb er, für den größten Teil der "Karate-Gemeinde" völlig überraschend, in Tokio an Krebs. Kaum jemand wußte, daß er krank war und das Entsetzen war groß. Auch bei mir.
Ein englischer Verein hatte ein digitales Kondolenzbuch im Internet ausgelegt und ich hätte am liebsten hinein geschrieben:
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A master, a god, a buddha left the world.
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25.11.2023
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Der Wahlspruch seines Trainings war immer:  
Das letzte Ziel des Karate ist nicht Sieg oder Niederlage,
sondern die Perfektionierung des eigenen Charakters.
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The ultimate aim of karate lies not in victory or defeat, but in the perfection of the character of its participants.






Sie finden Einzelheiten auch über:




Cultivate great human character

The purpose of Traditional Karate is to develop well-balanced mind and body, through training in fighting techniques. Traditional Karate also shares the ultimate aim with Budo, which is to cultivate great human character of a higher class that prevents any violent attack before an actual fight occurs.








30.12.2023
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Das erste Kennenlernen
Bereits im Jahr 1976 hatte ich Sensei Enoeda zum ersten Mal erlebt.
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Er genoß in Deutschland einen legendären Ruf als phantastischer Karateka mit unglaublichem Tempo und unglaublichen Fähigkeiten.
Allerdings hörte man auch bei vielen Gesprächen, daß er S E  H R  arrrogant sei und die Leute oft Angst vor ihm hätten.
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Wir fuhren mit zwei anderen Leuten vom Verein 1976 zu dem weltberühmten Gasshuku (Sommerlehrgang) in Chrystal Palace in Süd-London mit mehreren berühmten japanischen Meistern.
Aufgeregt lagerten wir mit unseren Schlafsäcken auf dem Gelände zusammen mit vielen Engländern und weiteren ausländischen Gästen und hofften, Sensei Enoeda zu erspähen. Die Engländer hatten eine unglaubliche Hochachtung vor ihm.
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Plötzlich kam er, im Gespräch mit einer Gruppe Japaner, und wir schossen in die Höhe. "Enoeda", "Da ist Enoeda!" ging es blitzschnell rund.
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Er grüßte freundlich, aber deutlich distanziert und sprach weiter mit seiner Umgebung.
Ich beobachtete ihn voller Spannung ganz genau und mir fiel etwas auf: Er war nicht arrogant, er war scheu.
Als ich ihn später häufiger erlebte wurde es deutlicher. Wenn er Menschen eine Weile kannte, konnte er sehr fröhlich und lustig sein.
Aber aus der Distanz war er scheu. Außerdem war er von beiden Elternteilen her adelig und hatte viele gesellschaftlich hoch angehängte Positionen in der Welt gehabt. Und die meisten Adeligen in der ganzen Welt lernen von Baby-Tagen an, auf Distanz zu anderen Menschen zu gehen. Sie werden mit unzähligen Höflicheitsregeln eingedeckt, sodaß sie oft Angst haben, etwas falsch zu machen und lieber vorsichtig bleiben. Das bringt ihnen den Ruf ein, arrogant zu sein.
Außerdem war Sensei Enoeda damals einer der höchsten Karate-Meister der Welt und so hohe Japaner verhalten sich normalerweise extrem autoritär.
Das ist in Asien und insbesondere in Japan einfach so. Es ist ihre Kultur.
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Nach dem ersten seiner berühmt-berüchtigten Trainings war ich fix und alle. Ich hatte Schmerzen in Muskeln, von denen ich bisher gar nicht wußte, daß es sie gibt.
Wie viele andere auch stürzte ich an den Cola-Automaten und zog mir einen Becher mit Cola und sehr viel Eis, etwas, wovor uns Enoeda dringend gewarnt hatte. Eigentlich sollten wir auf keinen Fall sofort etwas trinken und schon gar nichts eiskaltes, das sei ungesund. Aber nie vorher war es so herrlich gewesen, ungesund zu handeln. In dem Moment war die geeiste Cola einer der herrlichsten Momente meines Lebens.
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Sensei Enoeda hatte ein unglaubliches Gespür für die tatsächlichen Grenzen und die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Menschen.
Wenn man beim Training mogelte und z.B. bei der Aufwärmgymnastik das Bein nicht weiter nach hinten biegen mochte, weil es weh tat, kam er und bog es noch ein ganzes Stück weiter, aber nur genau so weit, daß kein Schaden entstand. Und man selber staunte, wie biegsam man tatsächlich eigentlich war.
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Er verwandelte die ganze Halle in ein Meer von Kampfgeist, Härte, Ausdauer und überhaupt allem, was zum Kampf dazu gehört.
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So ging es dann die ganze Woche weiter mit immer neuen Überraschungen und am Ende legte ich dann meine Orange-Gurtprüfung ab (7.Kyu).
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23.04.2023

KIME
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Wenn man wirklich genau verstehen will, was KIME ist,
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muß man Tieren beim Kämpfen und insbesondere Raubtieren beim Töten zusehen.
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(Ein guter Tiger tötet so schnell und so perfekt, daß das Bewußtsein der Antilope erst begreift, daß es vom Tiger erwischt wurde, wenn es im "Antilopen-Himmel" aufgewacht ist.)
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Zu den theoretischen Grundlagen des Kime siehe Modul  Training ->  Allgemeines Training -> Allgemeines Training Teil 1 -> Kime